Grusswort Dirigentin

Mary ZahnerLiebe Jodlerfreunde und Wertschätzende unseres Brauchtums

Vor bald 9 Jahren habe ich den Jodelklub Schänis als Dirigentin übernommen. Als Nobody, Grünschnabel ... vom ganzen Metier hatte ich überhaupt keine Ahnung, hatte nur die obligatorischen Praktikumsstunden der Dirigentenausbildung des NOSJV in meinem Rucksack.

So beginnt man irgendwo zu arbeiten, sucht seinen Stil, seine Lieder, lernt den Chor, die Stärken und Schwächen des ganzen Konstrukts kennen. Aber auch die Grenzen werden einem dabei aufgezeigt.

Miteinander haben wir während dieser Zeit an die 50 Lieder erarbeitet, 8 Chränzli durchgeführt, an 5 Jodlerfesten teilgenommen und unzählige Auftritte bestritten. Der Chor ist gewachsen an Stabilität, Einheit und Kameradschaft. Gesanglich sind grosse Fortschritte erzielt worden. Auch neue Sänger fi nden immer wieder den Weg in unsere Reihen. Das ist wichtig, der Chor muss auch in der Anzahl wachsen, um die natürlichen Abgänge verkraften zu können.

Ein Lied einzustudieren ist Kunst, fi ligrane und akribische Arbeit. Zum Text Empathie entwickeln, die Feinheiten des Komponisten zu spüren und das den Sängern auch so zu vermitteln. Hinzu kommen nun die einzigartigen Stimmfarben eines jeden Sängers, die Technik, die Aussprache – und daraus moduliere ich das Werk – lasse es entstehen und wachsen bis es vortragstauglich ist. Sowas dauert und braucht viel Zeit – und Geduld.

So hoffe ich, mit euch noch vielen Liedern Leben einhauchen zu können, den Zuhörern damit Freude und genüssliche Stunden zu bereiten. Damit diese spezielle Kultur auch in den nächsten Jahrzehnten ihren Fortbestand haben wird, eingebettet inmitten eines aktiven Dorfes. Allen wünsche ich ein «bödiges» Fest zu unserem halben Jahrhundert, insbesondere all meinen Sängerinnen und Sängern, die den Jodelklub Schänis ausmachen.

Mary Zahner-Mathis
Dirigentin, Jodelklub Schänis